{"id":2193,"date":"2025-03-08T11:12:35","date_gmt":"2025-03-08T11:12:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.martinajkohl.com\/?p=2193"},"modified":"2025-03-08T11:13:08","modified_gmt":"2025-03-08T11:13:08","slug":"sag-mir-wo-die-frauen-sind-gedanken-zum-internationalen-frauentag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.martinajkohl.com\/de\/blog\/sag-mir-wo-die-frauen-sind-gedanken-zum-internationalen-frauentag\/","title":{"rendered":"Sag mir, wo die Frauen sind . . . Gedanken zum Internationalen Frauentag"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schwer, in diesen Tagen Optimismus zu bewahren, wenn man den Nachrichten folgt. Es scheint, als w\u00fcrde die Welt Kopf stehen und Dinge, auf die wir uns Jahrzehnte verlassen konnten, gef\u00e4hrlich wackeln. Um nur einige dieser gef\u00e4hrdeten Gewissheiten zu nennen: internationale B\u00fcndnisse, bundesrepublikanische Mehrheiten, ein stetiges Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland, angetrieben von einer neuen Generation, die die Teilung nicht erlebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stetigen Fortschritt erwarten viele Frauen auch in der Frage der gleichberechtigten Teilhabe am \u00f6ffentlichen, beruflichen und politischen Leben. Doch auch hier scheint die Entwicklung r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im neu gew\u00e4hlten Deutschen Bundestag sind Frauen gerade einmal zu einem knappen Drittel vertreten. Tats\u00e4chlich ist der Frauenanteil sogar gesunken: \u201eAuch im neuen Parlament bleiben Frauen in der Minderheit. Von den 630 Abgeordneten, die in den 21. Bundestag einziehen, sind 204 Frauen. Ihr Anteil liegt bei 32,4 Prozent und ist somit 2,3 Prozentpunkte niedriger als nach der Wahl 2021 (Stand 2021: 34,8).\u201c&nbsp;(Statistik Dt. Bundestag)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einer Wahlbeteiligung von 82,5 Prozent (2021: 76,4), der h\u00f6chsten seit der Wiedervereinigung, h\u00e4tte man sich ein besseres Ergebnis bei der Repr\u00e4sentation von Frauen im Parlament gew\u00fcnscht. Tats\u00e4chlich ist der R\u00fcckgang mehr oder weniger kontinuierlich seit 2013, als der bisherige H\u00f6chststand mit 36,3 Prozent erreicht war. Neben der Wahlreform haben der Wahlsieg der CDU und die Stimmengewinne bei der AfD dazu beigetragen, dass der Frauenanteil weiterhin gesunken ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist nicht \u00fcberraschend, dass der Frauenanteil in den Parteien am h\u00f6chsten ist, in denen bewusst Frauen gef\u00f6rdert werden, n\u00e4mlich bei B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen mit 61,2 Prozent (2021: 58,5) und bei der Linken 56,2 Prozent (2021: 53,9).&nbsp; Die Zahlen f\u00fcr die anderen im Parlament vertretenden Parteien sind wie folgt:<br>&#8211; SPD 41,7 Prozent (2021: 41,8)<br>&#8211; CDU 22,6 Prozent (2021: 23,8)<br>&#8211; CSU 25 Prozent (2021: 22,2)<br>&#8211; AfD 11,8 Prozent (2021: 13,3).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im internationalen Vergleich steht Deutschland auch nicht gerade gut da. Deutschland nimmt nach&nbsp; der Wahl von 2021 den 45. Platz (von 190) beim Frauenanteil in den Parlamenten weltweit ein und liegt damit hinter L\u00e4ndern wie Ruanda (Platz 1), den Vereinigten Arabischen Emiraten (Platz 6) und S\u00fcdafrika (Platz 14). Da kann es wenig tr\u00f6sten, dass Kanada (Platz 69) und die USA (Platz 81) noch schlechter abschneiden (Stand 2\/2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es stellt sich die Frage, warum Frauen grunds\u00e4tzlich in \u00f6ffentlichen \u00c4mtern weniger vertreten sind. Wie das Projekt politik<em>orange<\/em>.de der Jugendpresse Deutschland unter Berufung auf die Bundeswahlleiterin vermeldet, traten \u201einsgesamt 4.506 Wahlbewerber*innen an. Davon nur 1.422 Frauen \u2013 das sind knapp 31,6 Prozent. Noch 0,4 Prozentpunkte weniger als vor 4 Jahren zur Bundestagswahl 2021.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fehlende Vorbilder f\u00fcr junge Frauen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt sie eigentlich, die sogenannten <em>role models<\/em> f\u00fcr junge Frauen, die sich erfolgreich in Beruf und Politik einbringen. Doch m\u00fcssen sie viel aushalten und viele zahlen einen hohen Preis f\u00fcr ihr \u00f6ffentliches Auftreten. Die Kritik an den Frauen ist pers\u00f6nlich und harsch, und das vonseiten der Frauen und M\u00e4nner. Man denke an die demn\u00e4chst aus dem Amt scheidende erste Au\u00dfenministerin Deutschlands, Annalena Baerbock, die, um es noch einigerma\u00dfen h\u00f6flich zu umschreiben, als \u201epolitisches Leichtgewicht\u201c bezeichnet wird. Ihre Kollegin Ricarda Lang, die von 2022 bis 2024 Co- Bundesvorsitzende der Partei B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen war, musste unentwegte H\u00e4me wegen ihres Gewichts ertragen. Ihr Fazit aus dieser Zeit: Sie habe versucht, &#8220;so ernsthaft, glatt und perfekt wie m\u00f6glich zu sein&#8221;, habe damit aber anderen Menschen &#8220;die Deutungshoheit \u00fcber sich&#8221; gegeben. Aber auch \u00e4ltere Kolleginnen wie die gl\u00fccklose ehemalige Verteidigungsministerin Christine Lamprecht (SPD), haben einiges auszuhalten.&nbsp; Ihre \u201ePumps im W\u00fcstensand\u201c sorgten f\u00fcr Tsunami-Wellen in der deutschen Medienlandschaft. Politisches F\u00fchrungspersonal&nbsp; wie Annegret Kramp-Karrenbauer, ehemalige Bundesvorsitzende der CDU und Bundesministerin der Verteidigung, oder Andrea Nahles, ehemalige SPD-Parteivorsitzende und Ministerin f\u00fcr Arbeit und Soziales, &nbsp;wurden regelrecht aus der Politik gemobbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann zu diesen Politikerinnen politisch stehen wie man will und sicherlich haben auch sie nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, wie ihre m\u00e4nnlichen Kollegen auch. Dennoch ist es ein Verlust f\u00fcr unsere Gesellschaft, wenn begabte junge Frauen aufgeben und erfahrene ihren Wissensschatz nicht mit dem politischen Nachwuchs teilen k\u00f6nnen. Zu Recht beklagt die Berliner Morgenpost den R\u00fcckzug der Jungen (von Frauen UND M\u00e4nnern) aus der Politik als wenig zukunftstr\u00e4chtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der ganz normale Frauen- und Familienalltag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sind die Frauen in den Parlamenten unterrepr\u00e4sentiert, hat das Auswirkungen auf Beschl\u00fcsse und Themen. Ihre Perspektive wird weniger ber\u00fccksichtigt. Dies hat Einfluss auf unseren Alltag. Man denke nur an die nicht gelungene Dekriminalisierung des Abtreibungsrechtes, denn nach wie vor ist ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland grunds\u00e4tzlich rechtswidrig. Er bleibt jedoch straffrei, wenn er in den ersten zw\u00f6lf Wochen der Schwangerschaft vorgenommen wird und sich die Frauen einer verordneten Beratung unterzogen haben. Eine eindeutige Regelung, wie sie von einer Expertenkommission im Februar 2024 vorgeschlagen wurde, ist auch in dieser Legislaturperiode nicht gelungen und unter der neuen CDU-gef\u00fchrten Regierung nicht zu erwarten. Dass das Thema Abtreibung potentieller Sprengstoff f\u00fcr das rechte Lager ist, sehen wir schon in den USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch immer beklagen viele Frauen die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Teilzeitquote bei Frauen ist mit 50 Prozent auf einem Rekordhoch (M\u00e4nner 13%). 27 Prozent der Frauen haben wegen Familienbetreuung ihre Arbeitszeit reduziert, m\u00fcssen sich aber h\u00e4ufig daf\u00fcr rechtfertigen, dass sie nicht in Vollzeit arbeiten.&nbsp; Das ungenutzte Potential der Frauen in Zeiten von Fachkr\u00e4ftemangel sollte eigentlich zu einem massiven Ausbau der Kinderbetreuung und qualifizierter Erziehungsfachkr\u00e4fte f\u00fchren. Ganz zu schweigen von flexibleren Arbeitsmodellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine, die gleich zwei Teilzeitstellen jongliert, ist Julia, verheiratet, 35. Sie hat zwei Kinder (4 und 8) und beschreibt ihren Alltag so:<br>\u201e\u2026 die Gesellschaft sollte weiter sein, was Frauen betrifft. . . . das moderne Frauenbild (Karriere plus Kinder plus Haushalt) in Kombination mit der Krise der M\u00e4nner (k\u00f6nnen nicht weniger arbeiten, sollen mehr Familie und Haushalt machen) [kann] nicht funktionieren. Die Familien k\u00f6nnen diesen Anspruch nicht alleine umsetzen, Kitas und Schulen helfen nicht mit, sind unterfinanziert. Care-Arbeit wird nicht entlohnt und ohne die Gro\u00dfeltern geht sowieso nichts. Aber auch die schaffen es nicht, bzw. trifft es ja dann wieder zuvorderst die Omas.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hat sich eigentlich in den letzten drei\u00dfig Jahren tats\u00e4chlich f\u00fcr Frauen und Familien ver\u00e4ndert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Junge Frauen f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meinem Umfeld habe ich Studentinnen aus drei L\u00e4ndern anl\u00e4sslich des Internationalen Frauentags gefragt, ob sie Fortschritte sehen im Vergleich zu ihren M\u00fcttern und wie sie ihre Zukunft einsch\u00e4tzen. Zwei haben sich bewusst f\u00fcr eine Ausbildung in Deutschland entschieden, da sie die Situation der Frauen in ihren Heimatl\u00e4ndern als stark eingrenzend empfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Li* aus China fragte ihre Mutter, ob sie heute einen anderen Weg als den f\u00fcr sie vorgesehenen w\u00e4hlen w\u00fcrde:<br>\u201eSie antwortete \u201aabsolut\u2018 \u2026 Dann erz\u00e4hlte mir meine Mutter von ihrer Zeit. Sie ist das zweite Kind in ihrer Familie, zwischen zwei Schwestern und einem kleinen Bruder. Wie wir in China sagen, ist das zweite das sanfteste, genau wie meine Mutter. Gl\u00fccklicherweise hat mein Gro\u00dfvater meinen Onkel nie seinen Schwestern vorgezogen, was in China weit verbreitet ist, aber das Schlimme ist, dass mein Gro\u00dfvater nie gleicherma\u00dfen an ihrer Entwicklung beteiligt war. Also ging meine Mutter auf eine Lehrerausbildungsschule, so etwas wie eine Fachhochschule, wie jeder erwartete. Damals war Lehrerin das ideale Ziel f\u00fcr M\u00e4dchen. Es bedeutete, dass sie dank der Sommer- und Winterferien mehr Zeit und M\u00f6glichkeiten hatten, sich um die Kinder zu k\u00fcmmern. Ich kann mich nicht erinnern, wie oft sie sagte, wie klug sie in der High School war und wie sehr sie als junge Frau Anw\u00e4ltin werden wollte. Aber schlie\u00dflich ergab sie sich dieser scheinbar vielversprechenden Zukunft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Li hat im Vergleich zu ihrer Mutter viel mehr M\u00f6glichkeiten, aber sie musste letztendlich den Mut aufbringen, ihre Eltern und ihr Land zu verlassen, um ihre Tr\u00e4ume zu verfolgen: &nbsp;\u201eIm Vergleich zu meiner Mutter bin ich privilegiert. Aufgrund der Ein-Kind-Politik bin ich die Einzige, die all die Hoffnung und Liebe meiner Eltern in sich tr\u00e4gt. Obwohl sie Angst um mich hatte, packte sie mir trotzdem meinen Rucksack voll und schickte mich allein \u00fcber den Kontinent. \u201aSieh dir die Welt f\u00fcr mich an\u2018, sagte sie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dina*, Anfang 20, hat klar f\u00fcr sich entschieden, dass sie nur durch eine fundierte Bildung ihren selbstbestimmten Weg gehen kann. Aber sie fragt sich, ob sie dieser Weg \u00fcber ein Studium im Ausland wieder in ihr Heimatland Usbekistan f\u00fchren wird:<br>\u201eIch sehe meine Zukunft als etwas Kompliziertes, aber nicht Unerreichbares. Vor allem die globale und lokale Politik l\u00e4sst mich dar\u00fcber nachdenken, ob ich eine Chance auf eine gl\u00e4nzende Zukunft in einem Land habe, das sich seine eigene nicht vorstellen kann. \u2026 Ich glaube, dass der Zugang zu einem besseren Bildungsstandard meine gr\u00f6\u00dfte Chance war. Und damit geht die Chance einher, mir noch mehr T\u00fcren zu \u00f6ffnen \u2013 politisch, sozial, kulturell und wirtschaftlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Freundinnen zuhause sind, wie auch Li f\u00fcr China best\u00e4tigt, angehalten, fr\u00fch zu heiraten und haben bereits Kinder. Beide jungen Frauen wissen, dass sie mit Mitte zwanzig in ihrem Heimatland schon kein \u201cHeiratsmaterial\u201d mehr sind. Beide setzen ihre Hoffnung in eine Ausbildung in Deutschland. Sie sind gut ausgebildet und ambitioniert. Wir sollten ihnen das Bleiben erleichtern, doch bei beiden wird das Studierendenvisum in einem Jahr ablaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alicia, 23, muss die B\u00fcrde des Exils und der ungewissen Zukunft, was ihr Zuhause betriff, nicht tragen. Sie ist in Deutschland geboren und studiert in Berlin. Aber wie viele junge Frauen k\u00e4mpft sie mit den Erwartungen, die an sie gestellt werden oder die sie an sich selbst stellt. Sie hat den Zweifel verinnerlicht, dass man ihr als Frau weniger zutrauen, dass der Weg zu einem erf\u00fcllten Leben steinig sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch versuche, immer positiv zu bleiben, egal in welcher Situation. Das gelingt mir nicht immer, aber ich werde es immer versuchen. Deshalb sehe ich tats\u00e4chlich eine rosige Zukunft f\u00fcr mich. Das muss ich \u2013 so bin ich nun einmal. Aber ich wei\u00df auch, dass ich, wenn die Realit\u00e4t zuschl\u00e4gt, darauf vorbereitet sein muss, eine andere Zukunft zu sehen. Eine, in der ich am Arbeitsplatz benachteiligt bin, weil ich eine Frau bin. Eine, in der ich doppelt so hart arbeiten muss, um halb so viel zu bekommen. Eine, in der das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr so \u200b\u200bhell leuchtet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gl\u00fccklicherweise ist Alicia von Frauen umgeben, die ihr Mut machen und das gro\u00dfe Potential der jungen Frau erkennen:&nbsp; \u201eVor ein paar Wochen habe ich meiner Oma erz\u00e4hlt, dass ich mich bei einem Museum beworben habe. Ich erz\u00e4hlte ihr von meinen \u00c4ngsten, nicht gut genug f\u00fcr die Stelle zu sein und dass sie mich wahrscheinlich nicht einmal in Betracht ziehen w\u00fcrden. Sie sah mir dann direkt in die Augen und sagte: \u201aDu kannst alles machen. Du kannst alles lernen. Lass dir nie etwas anderes einreden!\u2018 \u2026. Eine Woche vor meiner Bewerbung gab uns eine meiner Professorinnen einen Rat, den sie einmal bekommen hatte: \u201eSag niemals Nein zu dir selbst!\u201c Und als ich meine Bewerbung abschickte, sagte ich tats\u00e4chlich nicht Nein zu mir selbst und dachte, ich k\u00f6nnte alles machen. Sogar einen Job, f\u00fcr den ich nicht ganz qualifiziert war\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dina, die junge Usbekin, zieht St\u00e4rke aus Vorbildern und fasst es so zusammen:<br>\u201eMeine gr\u00f6\u00dfte Quelle der Hoffnung und Inspiration sind andere Frauen, Frauen, die ihr Leben selbstbewusst leben, selbst wenn dies bedeutet, gegen langj\u00e4hrige kulturelle und soziale Normen zu versto\u00dfen. Die gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung, die ich f\u00fcr die Zukunft der Frauen sehe, ist unsere Weigerung, nachzugeben, und unsere Verpflichtung, uns selbst treu zu bleiben. Historisch gesehen wurde uns die Autonomie \u00fcber unser Leben und unseren K\u00f6rper verweigert. Diese Autonomie zur\u00fcckzugewinnen und unsere eigenen Ziele zu verfolgen, anstatt die, die uns zugewiesen werden, ist der Schl\u00fcssel zum Aufbau einer besseren Zukunft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen dies alles als&nbsp; \u201cpep talk\u201d abtun, aber Worte haben ihre Wirkung. Wir sollten damit nicht sparen. Sie ermutigen die Jungen zu tr\u00e4umen, die \u00c4lteren durchzuhalten oder neue Wege zu gehen. Teilen wir unsere Erfahrung, unser Wissen und unsere Netzwerke. Fragen wir uns also am Ende des Tages: \u201cHeute schon einem M\u00e4dchen oder einer Frau Mut gemacht oder einfach zugeh\u00f6rt? Ihr auf dem Weg ins selbstbestimmtes Leben oder auch mittendrin den Satz \u201aSag niemals Nein zu dir selbst!\u2018 mitgegeben?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">__________________________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a>* Dies ist ein Pseudonym. Der richtige Name ist der Verfasserin bekannt.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw09-wahlergebnis-statistik-1055550\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw09-wahlergebnis-statistik-1055550<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundestagswahl-bw.de\/frauenwahlrecht\">https:\/\/www.bundestagswahl-bw.de\/frauenwahlrecht<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.eaf-berlin.de\/was-uns-bewegt\/news\/artikel\/frauenanteil-im-bundestag-sinkt\">https:\/\/www.eaf-berlin.de\/was-uns-bewegt\/news\/artikel\/frauenanteil-im-bundestag-sinkt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/politikorange.de\/startseite\/2025\/02\/jung-weiblich-politisch-wird-die-bundestagswahl-2025-feministisch\/\">https:\/\/politikorange.de\/startseite\/2025\/02\/jung-weiblich-politisch-wird-die-bundestagswahl-2025-feministisch\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/data.ipu.org\/women-ranking\/?date_month=2&amp;date_year=2025\">https:\/\/data.ipu.org\/women-ranking\/?date_month=2&amp;date_year=2025<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/ricarda-lang-gruene-rueckzug-100.html\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/ricarda-lang-gruene-rueckzug-100.html<\/a> (bezogen auf ein Interview von Frau Lang f\u00fcr Die Zeit)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article408424026\/generationswechsel-falsch-herum-junge-gehen-alte-bleiben.html\">https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article408424026\/generationswechsel-falsch-herum-junge-gehen-alte-bleiben.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/lambrechts-pannenserie-pumps-im-wuestensand-silvestervideo-und-hubschrauberaffaere-FVRK6T6HWBHELELCSUOZJG6X4A.html\">https:\/\/www.rnd.de\/politik\/lambrechts-pannenserie-pumps-im-wuestensand-silvestervideo-und-hubschrauberaffaere-FVRK6T6HWBHELELCSUOZJG6X4A.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abtreibung-schwangerschaftsabbruch-paragraph-218-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abtreibung-schwangerschaftsabbruch-paragraph-218-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/04\/PD24_N017_13.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/04\/PD24_N017_13.html<\/a> (Arbeitsstatistiken)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was bedeutet es, dass Frauen in der Politik noch immer unterrepr\u00e4sentiert sind? 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Gedanken zum Internationalen Frauentag | Martina J. Kohl<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.martinajkohl.com\/de\/blog\/sag-mir-wo-die-frauen-sind-gedanken-zum-internationalen-frauentag\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Sag mir, wo die Frauen sind . . . Gedanken zum Internationalen Frauentag | Martina J. Kohl\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was bedeutet es, dass Frauen in der Politik noch immer unterrepr\u00e4sentiert sind? Wie wirkt sich das auf unseren Alltag aus? Wie jonglieren Frauen Familie und Beruf? Und wovon tr\u00e4umen junge Frauen? Ein paar Gedanken zum Internationalen Frauentag\u2026. 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